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Wing Tsun Impression

Wing Tsun

Wing Tsun ist einer der jüngeren chinesischen Kampkunststile. Dabei orientieren wir uns an dem einem Prinzip, das uns ermöglichen soll frei von Unmengen an losgelösten Techniken zu werden. Stattdessen wollen wir Vertrauen in unsere Fähigkeiten finden. Sozusagen die Technik zur Nicht-Technik werden lassen. Dadurch entsteht Klarheit und Übersicht beim Üben und Trainieren. Alle Stufen des Wing Tsun sind auf dem Prinzip aufgebaut und Du wirst schon im ersten Schülergrad dem Prinzip entsprechend üben. Da es sich bei Wing Tsun um eine klassische Kampfkunst handelt, sind wir bestrebt das Grundprinzip sowohl in Bewegung als auch als Philosophie für den Alltag umzusetzen.

„Lernen ist wie Rudern gegen den Strom. Hört man damit auf, treibt man zurück.“ – Lao Tse

Wing Tsun Unterrichtsstruktur

Die Inhalte des Wing Tsun werden durch verschiedene Trainingsmethoden in drei Phasen vermittelt. Am Anfang steht das klassische Formen-Training, bei dem Du den Grundbaustein des ganzen Kampfkunststils – die Siu Nim Tao – verinnerlichst. Formen sind festgelegte Bewegungsabläufe die wie eine Art Inhaltsverzeichnis dienen und Dir helfen sollen, durch die Konzentration auf Deinen Körper, Deine innere Anspanngen zu lösen.

Als nächstes folgen partnerorientierte Übungen in denen Du die Elemente aus der Form konkret umgesetzt. Hier ist besonders die Methode des Chi Sao (taktiles Sensibilisierungs-Training) wichtig um sowohl taktile Wahrnehmung und Reaktion als auch die Anpassungsfähigkeit auszubilden. Darauf hin wird das im Chi Sao Erlernte mehr reizbasiert geübt (Reiz-Reflex Training). Ziel ist es intuitiv richtig zu handeln, ohne dass Du viel Nachdenken musst. Abschließend versuchst Du dann das Gelernte im sogenannten Lat Sao Training kämpferisch anzuwenden.

Wing Tsun Großmeister Heinrich Pfaff – „the Cat“

Großmeister Heinrich Pfaff bei der Budo-Gala
Großmeister Heinrich Pfaff mit dem Langstock

Wing Tsun nach Dai-Sifu (=Großmeister) Heinrich Pfaff, so wie wir es lehren, ist ein intelligentes System mit dem Streben nach Effizienz und Effektivität. Beim kraftfreien Üben und Trainieren wollen wir uns von der eigenen Kraft oder Anspannung und der des Gegners befreien. Es geht also nicht darum, wer der Stärkere ist, sondern ob man mit der Kraft des anderen geschickt umgehen kann ohne selbst viel Kraft aufwenden zu müssen. Diese Ökonomie in der Bewegung erlaubt es auch ohne körperliche Höchstleistungen effektiv zu sein. Es geht viel mehr um Koordination und ein intelligentes Vorgehen auf Basis der Pflaumenblüte. Daher auch die Bezeichnung des Pflaumenblütenboxens (chinesisch „Mui Fa Kuen“).

Wir legen im Wing Tsun großen Wert auf ein partnerschaftliches und vor allem stressfreies Üben, weil dadurch der eigene Fortschritt begünstigt wird. Getreu dem Spruch: Übe langsam, lerne schnell!


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